GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Wed, 12 May 2021 03:47:56 +0200 Wed, 12 May 2021 03:47:56 +0200 TYPO3 EXT:news news-253 Mon, 10 May 2021 09:29:39 +0200 Neue Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst https://www.gew-dill.de/home/details/253-neue-lehrkraefte-im-vorbereitungsdienst/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=23d98d832527900a86921619c103c20f Herzlich willkommen! Aus: HLZ 05/2021 Liebe Kollegin, lieber Kollege!

Können Sie sich noch an Ihren Vorbereitungsdienst, Ihr Referendariat erinnern? Was fällt Ihnen ein: der Nervenkitzel
vor der nächsten Schaustunde, die Kluft zwischen den Ansprüchen der Ausbildung und den schulischen Realitäten,
die Unterstützung durch den Mentor oder die Mentorin oder die Solidarität zwischen den Referendarinnen und Referendaren?

Die neuen Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV), die am 1. Mai 2021 ihren Dienst antreten, werden ähnliche Erfahrungen machen und sind zugleich in der Pandemie mit völlig anderen Herausforderungen und Sorgen konfrontiert. Wann werden sie die erste „richtige Stunde“ in einer „normalen Klasse“ halten? Wann werden Formen des kooperativen Lernens, die in der Ausbildung einen großen Stellenwert haben, wieder praktiziert werden können? Wie realistisch ist ein Unterrichtsversuch, der digital aufgezeichnet wird? Wann werden die Seminarveranstaltungen wieder in Präsenz stattfinden können? Und wann kann ich den Mentor oder die Mentorin im Unterricht erleben?

Referendariat in der Pandemie

Schon länger dabei sind die Referendarinnen und Referendare, die die LiV im Personalrat des Studienseminars für
Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen in Wiesbaden vertreten und sich mit einem Brandbrief an das Kultusministerium und die Lehrkräfteakademie gewandt haben und deren Anliegen wir in Stichworten wiedergeben:

  • Mit Blick auf die lange Phase des Distanzunterrichts wächst unter den LiV des Studienseminars die Befürchtung von Nachteilen im Hinblick auf Minderleistungen und das Nichtbestehen der Zweiten Staatsprüfung.
  • Trotz angekündigtem Wohwollen gibt es LiV, die in der angespannten Situation in eine Modulprüfung geschickt werden oder die Zweite Staatsprüfung nicht bestehen.
  • Der Mangel an Präsenzunterricht führt bei den LiV zu einer extrem geringen Praxiserfahrung. Der Unterricht, der stattfindet, entspricht zumeist nicht den Ausbildungsbedingungen.
  • Viele LiV konnten im ersten Hauptsemester nur zwei Unterrichtsbesuche im herkömmlichen Format durchführen, einige keinen einzigen.
  • Auch in den wichtigen überfachlichen Modulen fanden oft keine Rückmeldungen zur fachpraktischen Ausbildung statt, da alle Bewertungen über Ersatzleistungen erfolgten.
  • Viele LiV gingen mit fünf oder weniger Unterrichtsbesuchen in das Prüfungssemester, obwohl nach der Durchführungsverordnung 14 Besuche vorgesehen sind.
  • Hospitation oder „Doppelsteckungen“ waren ebenso wenig möglich wie regelmäßige kollegiale und bewertungsfreie
  • Rückmeldungen durch die Mentorinnen und Mentoren.
  • Die Fächer Arbeitslehre, Musik, Religion und Sport sind oft ausgefallen. Konkrete Forderungen der LiV sind die Möglichkeit eines zusätzlichen „Freiversuchs“ in der Zweiten Staatsprüfung oder zur Verlängerung des Referendariats um ein weiteres Hauptsemester und die Option, die Staatsprüfung auch als Ersatzleistung im „Corona-FormFormat“ absolvieren zu können.

Die LiV brauchen Ihre Hilfe!

Christina Nickel, Ausbilderin und Mitglied im Vorsitzendenteam des Referats Aus- und Forbildung im GEW-Landesvorstand, hat viele dieser Probleme bereits in der HLZ 4/2021 beschrieben und erläutert, wie die GEW und der Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) die Probleme und Forderungen der LiV aufgreifen und vertreten.
Die wichtigste Hilfe für die neuen LiV in diesen schwierigen Zeiten ist jedoch die Unterstützung vor Ort in jeder Schule, die Unterstützung durch die Schulleitungen, durch die Kollegien, durch die Personalräte und die GEW-Vertrauensleute und ganz besonders durch die Mentorinnen und Mentoren.

Die GEW bittet deshalb alle Kolleginnen und Kollegen:

  • Sprechen Sie die neuen Referendarinnen und Referendare an, die am 1. Mai ihre Arbeit aufnehmen.
  • Bieten Sie Möglichkeiten an, im Unterricht zu hospitieren, soweit dies unter Pandemiebedingungen möglich ist.
  • Helfen Sie den neuen LiV, Kontakte zu Schülergruppen herzustellen, und zeigen Sie Möglichkeiten für pädagogisches Engagement auf.
  • Und nicht zuletzt, informieren Sie die neuen Kolleginnen und Kollegen über die Arbeit der Personalräte und der GEW.

Auch für die GEW-Kreisverbände, die regelmäßig in den Einführungsveranstaltungen der Studienseminare präsent
sind, ist es schwieriger als sonst, Kontakt zu den neuen LiV aufzunehmen.  Deshalb bitten wir alle Kolleginnen
und Kollegen nachzufragen, ob die neue Ausgabe von LiV Spektrum  bei „ihrer“ LiV angekommen ist. Weitere Exemplare können bei den GEW-Kreisverbänden oder in der Landesgeschäftsstelle angefordert werden.

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Aktuelles
news-251 Wed, 28 Apr 2021 09:55:00 +0200 Herborner Gespräch(e) - Zoom-Veranstaltung https://www.gew-dill.de/home/details/251-herborner-gespraech-e-zoom-veranstaltung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=74905b2f5adf699c27f92c38353a8e62 Das Gift der Ungleichheit Mittwoch, 28. April 2021, 19:00 – 20:45 Uhr Wir wollen mit Dierk Hirschel über sein Buch „Das Gift der Ungleichheit“ sprechen und wie wir die Gesellschaft vor einem sozial und ökologisch zerstörerischen Kapitalismus schützen können. (Den Link für die Veranstaltung findest Du unter mehr)

Das Gift der Ungleichheit
Mittwoch, 28. April 2021, 19:00 – 20:45 Uhr

Das 21. Jahrhundert droht ein Jahrhundert der extremen Ungleichheit zu werden. Nicht nur zwischen Nord und Süd, West und Ost. Die Klassengesellschaft kehrt zurück – auch in Deutschland. Die soziale Spaltung gefährdet unsere Demokratie. Der Raubbau an der Natur zerstört die Zukunft unserer Kinder. Klimawandel, Armut und Kriege zwingen Millionen Menschen zur Flucht. Verantwortlich dafür ist ein entfesselter, sozial und ökologisch blinder Kapitalismus. Wie können wir unsere Gesellschaft davor schützen? Die alten, einst erfolgreichen Dompteure des Kapitalismus scheinen ihr Handwerk verlernt zu haben. Gewerkschaften, Sozialdemokratie und Linke können ihn kaum mehr bändigen. Doch immer mehr Menschen wehren sich gegen Lohndumping, unsichere Jobs und die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensgrundlagen. Sie fordern eine sozial und ökologisch gerechtere Gesellschaft, höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen, eine funktionstüchtige öffentliche Infrastruktur, bezahlbares Wohnen und den Schutz des Klimas. Wie können Gewerkschaften, Umweltbewegung und Parteien diese Ziele erreichen?

Wie kann eine fortschrittliche Politik für das 21. Jahrhundert aussehen? Was und wen braucht es dafür? Welche Ansatzpunkte sehen wir vor Ort? Mit wem oder was fangen wir an? Sind regionale Bündnisse ein unverzichtbares Teil?

igmetall.zoom.us/j/95411101550

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Aktuelles
news-249 Mon, 26 Apr 2021 09:10:02 +0200 1. Mai in Dillenburg abgesagt https://www.gew-dill.de/home/details/249-1-mai-in-dillenburg-abgesagt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ff11ad5c938cfb086aa403f51564c881 Keine Vorortveranstaltungen. Der Tag der Arbeit findet wegen der Coronapandemie digital statt. Mehr zur digitalen Beteiligung mit Videoclips und zur zentralen Veranstaltung des DGB

hier

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Aktuelles
news-248 Thu, 15 Apr 2021 09:58:06 +0200 Corona-Testungen von Kindern in Kitas https://www.gew-dill.de/home/details/248-corona-testungen-von-kindern-in-kitas/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=83e5cabd2d85d786f9b3f04624225494 Testungen sollten von Eltern durchgeführt werden Pressemitteilung 14. April 2021 In Hessen werden nach den Osterferien Schülerinnen und Schüler vor dem  Besuch des Präsenzunterrichts zu Tests verpflichtet. Auch Pädagoginnen und Pädagogen in Schulen und Kitas sollen zweimal die Woche getestet werden. Die Testungen von Kita-Kindern werden hingegen ins Belieben der Kommunen gestellt.

Die GEW-Vorsitzende Birgit Koch merkt dazu an: „Es ist dringend angezeigt, die Testpflicht auch auf die Kita-Kinder auszuweiten, sowohl im Sinne des Gesundheitsschutzes der Kinder und  deren Eltern, als auch der Beschäftigten.“ Das momentane Infektionsgeschehen gebiete es, die  Kinder in den Kitas zweimal die Woche zu testen. Für Kinder seien kindgerechte Testmöglichkeiten bereitzustellen, es zeichne sich ab, dass Gurgel-, Spuck- und Lolly- Tests dafür geeignet seien.

Birgit Koch schlägt vor: „Die Tests sollten dabei Zuhause von den Eltern durchgeführt werden, ein negatives Testergebnis wird dann schriftlich bestätigt und dem Kitapersonal vorgelegt.“ Keinesfalls seien die Kitabeschäftigten selbst  mit der Durchführung der Tests zu belasten: „Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten schon lange am Limit. Die Pandemie hat die Arbeitsbedingungen in den Kitas drastisch verschärft. Der Arbeitsalltag ist durch die Umsetzung von Hygiene-Konzepten aufwändiger geworden, die Personaldecke ist dünn und die Angst vor Ansteckung bleibt trotz des Beginns der Impfungen bei den Beschäftigten groß“, so Koch.

Um die Kindertagesstätten offen zu halten, müsse alles getan werden, die Kinder und Beschäftigten bestmöglich zu schützen, dazu gehöre eben auch die Kinder zu testen, so Birgit Koch abschließend, denn: „Ohne regelmäßiges Testen der Kinder fehlt ein wichtiges Instrument, um konkrete Infektionen unverzüglich zu erkennen und entsprechend zu handeln.“

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Aktuelles
news-247 Thu, 15 Apr 2021 09:56:59 +0200 Fortführung des Wechselmodells an Grundschulen https://www.gew-dill.de/home/details/247-fortfuehrung-des-wechselmodells-an-grundschulen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=877d3cbf747902f5228ee13bd8d9e9e5 GEW Hessen begrüßt dies, fordert aber auch die häusliche Durchführung der Selbsttests! GEW Hessen begrüßt dies, fordert aber auch die häusliche Durchführung der Selbsttests!

 

Am Montagabend teilten Ministerpräsident Volker Bouffier und Kultusminister Alexander Lorz mit, in welcher Form der Schulbetrieb nach den Osterferien wieder aufgenommen werden soll. Die GEW Hessen bewertet positiv, dass der Wechselunterricht an den Grundschulen fortgeführt wird. Dazu äußerte sich Maike Wiedwald, Vorsitzende der GEW Hessen, wie folgt: „Es wäre nicht verantwortbar gewesen, in der jetzigen Situation an den Grundschulen zum Regelbetrieb zurückzukehren. Daher begrüßen wir es, dass die Landesregierung in dieser Hinsicht von ihren ursprünglichen Planungen Abstand genommen hat.“

Des Weiteren hat die Landesregierung ihren Kurs auch bezüglich der – mit einiger Verspätung realisierten – flächendeckenden Testung auf den Corona-Virus korrigiert. Diese sollen doch nicht auf freiwilliger Basis erfolgen, eine Beteiligung wird zur Voraussetzung für den Besuch des Präsenzunterrichts. „Die verpflichtende und flächendeckende Testung der Schülerinnen und Schüler ist eine wichtige Maßnahme, um die Sicherheit des Schulbetriebs in der Pandemie zu erhöhen. Leider hält die Landesregierung aber daran fest, dass die Selbsttests von den Schülerinnen und Schülern unter Aufsicht der Lehrkräfte durchgeführt werden sollen. Wir halten den Weg, den Niedersachsen eingeschlagen hat, aus vielen Gründen für deutlich sinnvoller: Dort werden die Tests zu Hause vor der Schule durchgeführt. So kann man verhindern, dass positiv getestete Kinder und Jugendliche überhaupt in die Schule kommen. Es geht zudem keine wertvolle Präsenzzeit in der Schule für die Durchführung der Tests verloren. Auch könnte man so den Schülerinnen und Schülern sehr unangenehme Situationen ersparen, die nach einem positiven Testergebnis – trotz aller pädagogischen Sensibilität – zwangsläufig entstehen werden“, so Maike Wiedwald.

Die regelmäßigen Selbsttests sind als ein Baustein für mehr Gesundheitsschutz zu verstehen, der die weiteren Maßnahmen ergänzen, aber nicht ersetzen kann. Die Zuverlässigkeit der Selbsttests ist geringer als bei Labortestes, die durch medizinisches Fachpersonal abgenommen werden. Darüber hinaus bieten sie immer nur eine Momentaufnahme. Daher ist die GEW überrascht von der gestrigen Ankündigung, dass während der anstehenden Abiturprüfungen der eigentlich vorgesehene medizinische Mundschutz abgenommen werden darf, sofern ein negatives Testergebnis vorliegt. Maike Wied­wald erinnert: „Wir wollen einen maximalen Gesundheitsschutz auch in der Prüfungssituation. Das gilt nicht zuletzt, da ein Großteil der Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen bislang kein Impfangebot erhalten hat. Es geht dabei aber auch um den Schutz der Mitschülerinnen und Mitschüler.“

Des Weiteren hat der Kultusminister angekündigt, dass die Klassen ab der Jahrgangsstufe 7 bis auf Weiteres im Distanzunterricht bleiben. „Eine baldige Rückkehr in den Präsenzunterricht für diese Klassen, zumindest tageweise, muss nun Priorität haben. Dafür können jedoch die Abschlussklassen in den Wechselunterricht übergehen, damit nicht zu viele Schülerinnen und Schüler gleichzeitig in die Schulen geholt werden,“ schlägt Maike Wiedwald vor. Darüber hinaus müsse bei der inzwischen gestarteten Impfkampagne für die Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen mehr Tempo gemacht werden: „Der Kultusminister rechnet damit, dass bis Ende Mai alle Lehrkräfte einen ersten Impftermin angeboten bekommen haben werden. Das muss deutlich schneller gehen!“

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Aktuelles
news-246 Thu, 15 Apr 2021 09:55:43 +0200 Testungen auf Corona an Schulen https://www.gew-dill.de/home/details/246-testungen-auf-corona-an-schulen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9d137f9af3f42a679e1e2c22f975e423 Die neue Test-Strategie des Landes Hessen vom 12.4.2021 Das hessische Corona-Kabinett hat am 12. April die „neue Test-Strategie“ für den Schulbetrieb nach den Osterferien beschlossen. Diese soll ab dem 19. April 2021 gelten.

Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte müssen entweder einen kostenfreien Bürgertest in Anspruch nehmen oder den von der Schule zur Verfügung gestellten Selbsttest nutzen und ein negatives Testergebnis vorweisen, um am Schulbetrieb teilnehmen zu dürfen. Das Testergebnis darf nicht älter als 72 Stunden alt sein. Die Selbsttests sind an der Schule durch die Schülerinnen und Schüler durchzuführen und nicht von den Lehrkräften.

Die Lehrkräfte können den Test auch außerhalb der Schule durchführen und müssen das negative Testergebnis gegenüber der Schulleitung mit einer  Bescheinigung oder in Form einer dienstlichen Erklärung  nachweisen.

Für die Lehrkräfte soll es nach der „Checkliste“ des Hessischen Kultusministeriums insbesondere die folgenden Aufgaben geben:

  • Umfassende Lüftung des Raumes
  • Sicherstellung des Vorliegens der Einwilligungs- und Datenschutzerklärung von den betreffenden Schülerinnen und Schülern.
  • Erläuterung des Testablaufs durch die Lehrkraft, ggf. schon vor den Testungen mit Videounterstützung.
  • Eintragung der Testergebnisse in die Testdokumentation.
  • Isolierung etwaig positiv getesteter Schülerinnen und Schüler von der Lerngruppe sowie Sicherstellung einer pädagogischen und sensiblen Begleitung.

Die Checkliste ist im Ministerschreiben vom 30.3.2021 zu finden sowie ein Ablaufdiagramm:

https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/umgang-mit-corona-an-schulen/fuer-schulleitungen/schreiben-schulleitungen/durchfuehrung-von-antigen-selbsttests-zum-nachweis-des-coronavirus-sars-cov-2-in-schulen

Im Ministerschreiben vom 12.4.2021 ist die Verpflichtung geregelt, ein Testergebnis vor der Teilnahme am Schulbetrieb nachweisen zu müssen:

https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/umgang-mit-corona-an-schulen/fuer-schulleitungen/schreiben-schulleitungen/schul-und-unterrichtsbetrieb-ab-dem-19-april-2021

Folgende Kritikpunkte sind hier anzumerken:

  • Erhöhte  Infektionsgefahr  für  Lehrkräfte und  Schüler:innen  während  der  Durchführung  der  Testungen  ohne  Maske  (bei Abstrich wird oft Niesen und Husten provoziert)
  • Psychisch belastende Situation für positiv getestete  Schüler:innen,  die  vom  Klassenverband abgesondert werden müssen
  • Der Datenschutz kann in Klassensituation bei positiven  Ergebnissen  nicht  eingehalten werden.
  • Präsenzunterrichtszeit wird durch Durchführung der Tests beschnitten.
  • Selbständige  Durchführung  der  Tests  bei Grund- und  Förderschüler:innen  problematisch; vermutlich   begleitende   Anleitung ohne Mindestabstand notwendig
  • Für schulisches Personal ist keine Schutzausrüstung während Testbegleitung vorhanden, insbesondere für den Fall, dass in der Testphase eine persönliche Assistenz erforderlich wird.
  • Hoher Zusatzaufwand für Lehrkräfte (administrative Tätigkeiten, separate Betreuung positiver Schüler:innen)
  • Im Unterschied zu einer Selbsttestung zu Hause kommen  positive  Schüler:innen noch in die Schule.

Forderungen der GEW

  • Durchführung der Selbsttests der Schülerinnen und Schüler zu  Hause 
  • Impfangebote für alle Lehrkräfte im Präsenzunterricht

Rechtliche Einschätzung

Das Kultusministerium hat per Schreiben vom 30. März 2021 verlautbaren lassen, dass alle Lehrkräfte die Durchführung von Selbsttests der Schüler:innen „begleiten“ müssen.

Eine betroffene Lehrkraft kann aber für sich persönlich zu der Überzeugung kommen, dass diese Anweisung grundsätzlich nicht vom Weisungsrecht gedeckt ist und damit nicht zu den Dienstpflichten gehört. Befolgt sie die Weisung dann allerdings nicht, geht die Lehrkraft das Risiko arbeitsrechtlicher bzw. beamtenrechtlicher Sanktionen ein.

Wie sich in Folge allerdings Arbeitsgerichte, Verwaltungs-bzw. Disziplinargerichte hierzu positionieren, kann nicht vorausgesehen werden. Vor dem Hintergrund der bisher in Pandemiezeiten ergangenen Rechtsprechung ist allerdings zu befürchten, dass die Entscheidungen eher zugunsten der Dienststelle ausfallen werden. Deshalb schlagen wir folgende Handlungsalternativen vor:

Suchen Sie das Gespräch mit der Schulleitung und dem Personalrat, wie die Testung durchgeführt werden kann, so dass die genannten Risiken für alle Beteiligten möglichst gering bleiben. Sollten dabei keine befriedigenden Lösungen gefunden werden, können die Bedenken der Schulleitung gegenüber auch schriftlich geäußert und um Abhilfe gebeten werden in Form einer Gefährdungsanzeige (Überlastungsanzeige). Darin sollten die für die Lehrkraft und die Schüler:innen befürchteten Gesundheitsrisiken und die möglichen Risiken in Bezug auf die Gefährdung der vollumfänglichen Aufsichtspflicht erwähnt werden. Da die Schulleitung verantwortlich ist für den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Kolleg:innen, muss sie das Schulamt einschalten, falls sie die Gefährdung nicht abstellen kann.

Nur die Beamt:innen können alternativ auch von ihrem Recht und ihrer Pflicht zur Remonstration gemäß §§ 35,36 des Gesetzes zur Regelung des Statusrechts der Beamtinnen und Beamten in den Ländern (BeamtStG) Gebrauch machen. Beamt:innen sind generell verpflichtet, Dienstanweisungen auszuführen. Mit einer Remonstration machen sie jedoch darauf aufmerksam, dass sie dies nur unter Protest und mit größten Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit der Dienstanweisung tun. Der Dienstherr ist dann verpflichtet, unverzüglich auf die Remonstration zu antworten. Die rechtlichen Bedenken müssen zunächst schriftlich gegenüber der Schulleitung erklärt werden. Sollte diese die Anordnung nicht aufheben (können), so muss das Schulamt die endgültige Entscheidung treffen, ob die Anordnung aufrechterhalten wird. Normalerweise hat die Remonstration insoweit einen gewissenaufschiebenden Charakter. Aber wegen der Pflicht zur „Begleitung“ der Schüler:innen muss beachtet werden, dass gem. § 36 Abs. 3 BeamtStG bei Gefahr im Verzug die sofortige Ausführung der Anordnung verlangt werden kann. Wegen der damit möglichen disziplinarischen Konsequenzen kann daher nicht geraten werden, die Ausführung zu verweigern. Das Mittel der Remonstration hat aber für die Beamt:innen auf jeden Fall den Vorteil, dass sie, falls auch das Schulamt als zweite Ebene die Dienstanweisung bestätigt, diese zwar ausführen müssen aber von der eigenen Verantwortung befreit sind.

Als Handlungsmöglichkeiten stehen derzeit neben gemeinsamen und individuellen Protesterklärungen die Remonstration (für Beamtinnen und Beamte) beziehungsweise die Gefährdungsanzeige (für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern) zur Verfügung. Die Muster sind diesem Info als Anlage beigefügt. Sie dienen ausdrücklich als Rahmen für eine persönliche Begründung, die die individuellen und schulischen Rahmenbedingungen in den Mittelpunkt stellt.

Beispiel für Remonstration

Beispiel für Gefährdungsanzeige

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Aktuelles
news-245 Mon, 15 Mar 2021 09:22:58 +0100 GEW regional Februar 2021 https://www.gew-dill.de/home/details/245-gew-regional-februar-2021/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1a5fbbd95dfb57fa3f410131eaed81eb Corona-Verordnungen und -Erlasse Vergütung von Mehrarbeit Besser gemeinsam - gemeinsam besser Download Regio-Info Februar 2021

c: Marianne Greb

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Aktuelles
news-244 Mon, 15 Mar 2021 09:14:40 +0100 Mehrarbeit durch zusätzlich zum Präsenzunterricht erteilten Distanzunterricht https://www.gew-dill.de/home/details/244-mehrarbeit-durch-zusaetzlich-zum-praesenzunterricht-erteilten-distanzunterricht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4ca0d5e2d4493b44c54a330989c23148 Erlass „Hinweise zur Vergütung von Mehrarbeit …“ vom 10.12.2020 Erlass „Hinweise zur Vergütung von Mehrarbeit …“ vom 10.12.2020

Das Hessische Kultusministerium (HKM) hat über lange Zeit hinweg alle Berichte der Kolleginnen und Kollegen über die enormen Mehrbelastungen in den Schulen durch die unterschiedlichen Auswirkungen der Pandemie ignoriert oder mit fadenscheinigen Begründungen zurückgewiesen.

Erlass des HKM

Es ist dem ständigen Drängen insbesondere der GEW im Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) zu verdanken, dass das HKM in einem Erlass vom 10.12.2020 endlich anerkennt, dass auch der „zusätzlich zum Präsenzunterricht erteilte Distanzunterricht“ mit Mehrarbeit verbunden ist und ein Anspruch bestehen kann, dass diese Mehrarbeit nach den gesetzlichen Regelungen für verbeamtete oder tarifbeschäftigte Lehrkräfte in Zeit oder finanziell ausgeglichen wird.

Wir möchten mit einem Brief auf den Erlass hinweisen, der von vielen Staatlichen Schulämtern übrigens erst auf Drängen der Gesamtpersonalräte an die Schulen weitergeleitet wurde.

Brief

Der Erlass entspricht keineswegs der Forderung der GEW, dass die Mehrarbeit durch Distanzunterricht auf die Pflichtstundenzahl angerechnet wird und zu einem entsprechenden Zeitausgleich beim Präsenzunterricht führt, aber er ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Deshalb bitten wir dich zu prüfen,

  • ob der beigefügte Musterantrag für deinen derzeitigen beruflichen Alltag verwendbar ist,
  • ob du die entsprechenden Ansprüche sichern möchtest,
  • und ob du mit deinem Antrag dazu beitragen willst, die enorme Mehrarbeit vieler Kolleginnen und Kollegen auch gegenüber dem HKM zu dokumentieren.

Musterantrag

Infos aus der Rechtsstelle

Die Arbeitszeit der Lehrkräfte – Mehrarbeit und Überstunden | Februar 2021

Mehrarbeit von Lehrkräften | März 2019

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Aktuelles
news-243 Mon, 15 Mar 2021 09:08:19 +0100 Personalratswahlen jetzt vorbereiten! https://www.gew-dill.de/home/details/243-personalratswahlen-jetzt-vorbereiten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c627061fd461e322b4354d53d8239ea5 HLZ 3/2021: Mitbestimmung Die Vorbereitungen für die Personalratswahlen am 4. und 5. Mai 2021, die jetzt in die heiße Phase gehen, stellen die Wahlvorstände in Zeiten der Pandemie vor besondere Herausforderungen. Das gilt insbesondere für die Wahlvorstände an den Schulen, die keine Entlastung be- kommen und auch in kleinen Dienststellen alle Vorschriften einhalten sollen. Ihre Arbeit ist jedoch die Voraussetzung, dass am 4. und 5. Mai an jeder Schule ein Schulpersonalrat gewählt werden kann und die Wahlen für den Hauptpersonal- rat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) und die 15 Gesamtpersonalräte (GPRLL) mit einer hohen Wahlbeteiligung durch- geführt werden können. Die folgenden Informationen beziehen sich ausschließlich auf die Arbeit der Örtlichen Wahlvorstände (ÖWV) an den Schulen und Studienseminaren. Die Hinweise auf bestehende Rechtsvorschriften beziehen sich auf das Hessische Personalvertretungsgesetz (HPVG) und auf die entsprechen- de Wahlordnung (WO). 

Inzwischen sollten die Infowände der örtlichen Wahlvorstände in den Schulen gut bestückt sein. Auch wenn das Innenministerium inzwischen eine zusätzliche Information der Wahlberechtigten auf digitalem Weg zugelassen hat (HLZ S. 9), ist der gute alte Aushang am Schwarzen Brett immer noch zwingend vorgegeben. Diese Dokumente müssten dort inzwischen aushängen: 

  • die Informationen über die Mitglieder des ÖWV, des Gesamtwahlvorstands (GWV) und des Hauptwahlvorstands (HWV) 
  • die Liste der Wahlberechtigten an der jeweiligen Schule sowie
  • die Wahlausschreiben für die Wahl des ÖPR, des GPRLL und des HPRLL. 

Erstellung des Wahlausschreibens 

Die Wahlausschreiben für die Wahlen des GPRLL (grün) und des HPRLL (blau) gingen den ÖWV Mitte Februar vom GWV des jeweiligen Schulamtsbereichs per Post zu. Das Wahlausschreiben für den Schulpersonalrat muss der ÖWV selbst erstellen. Den Vordruck findet man im Wahlhandbuch auf Seite 61 ff., ein aktuelles Muster in der Ergänzung zum Wahlhandbuch auf Seite 18 ff. Mit dem Wahlausschreiben erhalten die Wählerinnen und Wähler unter anderem folgende Informationen: 

  • Wie viele Mitglieder hat der Schulpersonalrat und wie verteilen sich die Sitze im Personalrat auf Beamte und Angestellte und auf Männer und Frau- en? Diese Fragen stellen sich allerdings nicht, wenn der Personalrat bei weniger als 16 Wahlberechtigten nur aus einer Person besteht. 
  • Bis zu welchem Tag müssen die Wahlvorschläge mit den Kandidatinnen und Kandidaten eingereicht wer- den? Nach §7 Abs.2 WO beträgt die Frist für die Einreichung von Wahlvorschlägen 18 Kalendertage nach Aushang des Wahlausschreibens. 
  • Wann und wo genau findet die Wahl statt und wie geht das mit der Briefwahl? 

Prüfung der Wahlvorschläge 

Unmittelbar nach Ende der Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge müssen diese vom ÖWV geprüft werden. Werden Mängel festgestellt, muss der ÖWV eine Frist von drei Tagen ein- räumen, um die Mängel zu beseitigen (§ 10 WO). Ist bis zum Ende der Frist 

zur Einreichung von Wahlvorschlägen kein Wahlvorschlag eingegangen, setzt der ÖWV eine Nachfrist von sechs Ta- gen ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung, dass kein Wahlvorschlag eingegangen ist (§ 11 WO). Nach Feststellung der gültigen Wahlvorschläge kann der ÖWV die Stimmzettel für die Wahl des ÖPR und die Unterlagen für die Briefwahl vorbereiten. 

19. April: Jetzt wird es eng! 

Der Terminplan für die Wahl 2021 hält für die Wahlvorstände an den Schulen eine besondere Herausforderung bereit. Aus Termingründen erhalten die ÖWV erst in den Osterferien die Aushänge mit den Wahlvorschlägen für den jeweiligen GPRLL (grün) und den HPRLL (blau). Diese Mitteilungen müssen spätestens am 19. April 2021, also am ersten Schultag nach den Osterferien, zusammen mit der Bekanntmachung über die gültigen Wahlvorschläge für den ÖPR ausgehängt werden. Dieser Umschlag enthält auch die Stimmzettel für die Wahl des HPRLL und des GPRLL. Die Mitglieder des ÖWV sollten also dringend sicherstellen, dass die Post des GWV in den Osterferien weitergeleitet oder sicher gelagert wird. 

Aktuell und verlässlich: www.gew-hessen-personalratswahlen.deWeitere Informationen über die Organisation der Wahl findet man in dieser HLZ auf Seite 9, im Wahlhandbuch der GEW, in der Ergänzung 2021 und auf der Homepage der GEW für die Personalratswahlen 2021. 

Harald Freiling 

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Aktuelles
news-242 Mon, 15 Mar 2021 09:05:17 +0100 Ferienangebote ersetzen kein strukturelles Förderkonzept https://www.gew-dill.de/home/details/242-ferienangebote-ersetzen-kein-strukturelles-foerderkonzept/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ac11a8147bb9e04f418bd9fc3ab8d859 Pressemitteilung 10. März 2021 Die beginnende Debatte um Feriencamps (Ostercamp, Sommerakademie) sieht die GEW Hessen skeptisch. Dazu sagte Birgit Koch: „In bescheidenem Umfang mögen Lernangebote in den Ferien nützlich sein. Lerncamps in den Ferien sind aber keine Maßnahmen, um gegebenenfalls bestehende Corona-bedingte Lernrückstände umfassend aufzuholen. Nach unserer Einschätzung besteht mit Blick auf die Ferien für Kinder und Jugendliche auch ein erheblicher Bedarf an freizeitpädagogischen Angeboten für soziales Lernen, Sport und kreative Prozesse.“

Nach Auffassung der GEW darf es  auch nicht wieder dazu kommen, dass wie im vergangenen Jahr die Schulleitungen mit organisatorischen Aufgaben betraut werden, um die Camps auf die Beine zu stellen. „Schulleiterinnen und Schulleiter sind aufgrund der Pandemie schon jetzt über die Belastungsgrenze hinaus beansprucht“, sagte Birgit Koch. 

Wenn das Land in den Oster- und Sommerferien Lerncamps anbieten wolle, dann müsse es dafür die notwendigen zusätzlichen Ressourcen bereitstellen bzw. finanzieren. Generell sieht Birgit Koch das Land in der Pflicht, ein strukturell passendes Förderkonzept einzurichten: „Wir brauchen unbedingt ein längerfristig angelegtes Förderkonzept – darüber muss sich das Land Gedanken machen. Ein solches Programm muss insbesondere Schülerinnen und Schüler fördern, die einen besonderen Förderbedarf haben oder während der Corona-Pandemie nicht im ausreichenden Umfang erreicht werden konnten.  Dafür müssen ausreichend Mittel aus dem Sondervermögen oder dem Landeshaushalt bereitgestellt werden – für Räume und für zusätzliches Personal.“

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Aktuelles