GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Sat, 22 Feb 2020 13:39:52 +0100 Sat, 22 Feb 2020 13:39:52 +0100 TYPO3 EXT:news news-235 Tue, 14 Jan 2020 10:36:47 +0100 Teilzeit – geteilte Zeit? https://www.gew-dill.de/home/details/235-teilzeit-geteilte-zeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=82f69348eaff699662536e2df4a21897 Aus: GEW regional Januar 2020 Die Gründe „in Teilzeit zu gehen“ sind für uns Beschäftigte an Schulen ganz verschieden. Neben vielfältigen persönlichen Gründen sind familiäre Anlässe – die eigenen Kinder oder die Pflege naher Angehöriger – Auslöser für einen Teilzeitantrag. Gut, dass es die Möglichkeiten der Teilzeit gibt, um mit den eigenen Kräften und der eigenen Lebenszeit sinnvoll haushalten zu können.

Die Ernüchterung kommt oft, wenn uns klar wird, dass Teilzeit zwar die Zahl der wöchentlichen Pflichtstunden auf das beantragte Maß reduziert, im Arbeitsalltag aber der immer größer und bunter werdende Strauß zusätzlicher Aufgaben und Dienstpflichten zu 100 Prozent anfällt.

Eine Aufteilung der Pflichten fällt eher leicht bei Pausenaufsichten, Vertretungsunterricht, Betreuung von Betriebspraktika, Projekten, Präsenzzeiten am Elternsprechtag oder bei Mehrarbeit. Bei diesen „teilbaren Dienstpflichten“ sorgt die Schule in der Regel schon dafür, dass die zeitliche Beanspruchung nur anteilig der reduzierten Pflichtstundenzahl erfolgt.

Schwieriger ist der Umgang mit unseren sogenannten „unteilbaren Dienstpflichten“. Hier wird in der Regel 100 Prozent verlangt: Teilnahme an Konferenzen und pädagogischen Tagen, Prüfungen, Klassenfahrten, Einsatz als Klassenlehrkräfte, Fort- und Weiterbildung und auch zusätzliche Aufgaben oder sogenannte „besondere Aufgaben“, die wir z.B. im Rahmen einer Funktionsstel-le betreuen.

Bereits 2015 stellte das Bundesverwaltungsgericht dazu fest, dass bei Teilzeit eine Gesamtbetrachtung der dienstlichen Tätigkeiten zu erfolgen hat (BVerwG 2 C 16.14 vom 16.07.2015). Das heißt, dass Teilzeitbeschäftigte, die wegen der Wahrnehmung von nicht teilbaren Aufgaben überproportional belastet werden, in anderen Bereichen zu entlasten sind. Diese Entlastung kann auch in Bereichen erfolgen, die mit der Wahrnehmung der „unteilbaren“ Tätigkeit nicht in Zusammenhang stehen. Das bedeutet auch, dass bei der Übertragung von Funktionstätigkeiten und bei besonderen und zusätzlichen Aufgaben der Teilzeitquote Rechnung zu tragen ist bzw. ein zeitlicher Ausgleich durch entsprechend geringere Heranziehung zu anderen Aufgaben erfolgen muss.

Noch spiegelt sich das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nicht in den amtlichen Verordnungen wider – der Anspruch für die Beschäftigten in Teilzeit gilt aber unbenommen und verlangt rechtskonforme Regelungen in den Schulen. Sie können zwischen Personalrat und Schulleitung im Rahmen von Dienstvereinbarungen ausgehandelt und beschlossen werden.

Die GEW unterstützt und berät gerne bei der Ausgestaltung solcher Vereinbarungen und informiert zur Rechtsgrundlage.
 

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Aktuelles
news-234 Tue, 14 Jan 2020 10:24:25 +0100 Personalratswahlen 12. und 13. Mai 2020 https://www.gew-dill.de/home/details/234-personalratswahlen-12-und-13-mai-2020/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=76d5653e272e86957117c71189378474 Kandidatur überlegen Aus: GEW regional Januar 2020 Personalräte sind die Stimme der Beschäftigten gegenüber der Schulleitung.

Personalräte

  • achten darauf, dass rechtliche Vorschriften, die zu Gunsten der Kolleginnen und Kollegen bestehen, eingehalten werden
  • wachen darüber, dass die Beschäftigten gleich und gerecht behandelt werden
  • nehmen Beschwerden entgegen und wirken darauf hin, dass Missstände beseitigt werden
  • vermitteln bei Konflikten
  • starten Initiativen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Nicht nur bei personellen Entscheidungen wie Einstellungen und Versetzungen, Abordnungen und der Besetzung von Funktions-stellen haben die Personalräte ein Mitbestimmungsrecht, sie sind unter anderem in Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu beteiligen und wirken auch bei technischen Neuerungen und der Gestaltung unserer Arbeitsplätze mit, in Bereichen also, die angesichts der zahlreichen Aufgaben und sich verändernden Arbeitsbedingungen immer mehr Gewicht bekommen.

Personalräte benötigen die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen. Sie brauchen den Rückhalt der Menschen, die sie vertreten und sollten durch eine hohe Akzeptanz und eine starke Wahlbeteiligung der Kolleginnen und Kollegen gestützt werden, die damit ausdrücken, dass das demokratische In-strument der Personalvertretung gewollt und verteidigt wird.

Kolleginnen und Kollegen brauchen Personalräte! Deswegen: Eigene Kandidatur überlegen und Wahlrecht am 12./13. Mai 2020 wahrnehmen!

www.gew-prwahl2020.de

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Aktuelles
news-233 Tue, 14 Jan 2020 09:11:33 +0100 A 13 für alle https://www.gew-dill.de/home/details/233-a-13-fuer-alle/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d530cb61789a6d9296de7cf69403ea8f Aus: GEW regional Januar 2020 A 13 für alle - das fordert die GEW bundesweit seit etlichen Jahren und wird nicht müde, damit für eine gerechte Bezahlung von Grundschullehrerinnen und -lehrern einzutreten. Sie tut dies mit öffentlichen Kundgebungen und Aktionstagen, um auf die Misere aufmerksam zu machen.

Nicht ohne Erfolg, denn inzwischen haben sieben Bundesländer beschlossen oder angekündigt, Grundschullehrkräfte nach A 13 zu besolden bzw. EG 13 als tarifliches Gehalt zu zahlen.

Hessen steht 2019 bei diesem Thema im bundesweiten Vergleich an 13. Stelle bei gleichzeitig höchster Unterrichtsverpflichtung für die Grundschullehrerinnen und -lehrer und Aufgaben, die immer vielfältiger und belastender werden. Es muss sich also dringend etwas ändern!

Argumente wie unterschiedliche Ausbildung und unterschiedliche Anforderungen im Schulalltag sind jedenfalls nicht tragfähig, denn die Arbeit in den Grundschulen ist ja nicht weniger anspruchsvoll, nur weil es hier um jüngere Kinder geht.

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier würdigte zum 100. Geburtstag der Grundschule, dass hier „die Weichen für die Zukunft unserer Demokratie“ gestellt würden. Außerdem werden im Unterricht der Primarstufe die Grundlagen für den weiteren Schulerfolg unserer Schülerinnen und Schüler gelegt. A 13 auch für Grundschullehrkräfte bedeutet folglich Wertschätzung und Anerkennung dieser wichtigen Arbeit.

Eine einheitliche Eingruppierung ist nach Ansicht der GEW auch geboten, um die Arbeit an der Grundschule attraktiver zu machen, was angesichts des Mangels an Fachkräften für diesen Schulzweig dringend notwendig ist.

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Aktuelles
news-231 Mon, 25 Nov 2019 12:36:10 +0100 A13 für alle! Bericht über die Aktion https://www.gew-dill.de/home/details/231-a13-fuer-alle-bericht-ueber-die-aktion/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=550d30df8719abbcbbd72665c6feee92 GEW-Kreisverbände Dill und Wetzlar Besuch bei CDU MdL Steinraths und Müller | 15. November 2019 Ein angeregtes eineinhalbstündiges Gespräch über den Lehrerberuf, Schulwirklichkeit und einheitliche Besoldungsstufen für alle Lehrkräfte hat eine 13-köpfige Delegation der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit den beiden CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Michael Müller und Frank Steinraths geführt.

Unter dem Motto „A13 für alle!“ führt die Lehrergewerkschaft bundesweit eine Kampagne zur Gleichstellung der Lehrkräfte an Grundschulen mit denen an anderen Schulformen durch. Um klarzumachen, „wohin die Reise auch in Hessen zu gehen hat“, haben die GEW’ler den Mandatsträgern der schwarz-grünen Regierungskoalition ein Köfferchen mit Kartenmotiven aus Bundesländern wie Sachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein überreicht, wo die Lehrerbesoldung inzwischen von A 12 auf A 13 angehoben wurde.

„Wenn Hessen den Grundschullehrern nicht entgegen kommt, wird es Abwanderungen in andere Bundesländer geben. Das gefährdet die Grundschulbildung. Und hier werden die Grundlagen für Wissenserwerb und den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft gelegt“, argumentierte der Wetzlarer GEW-Kreisvorsitzende und stellvertretende Gesamtpersonalratsvorsitzende Jens Hormann.

Die beiden CDU-Politiker brachten ihre Wertschätzung für die pädagogische Arbeit an den Grundschulen zum Ausdruck. Die Position, wonach an Grundschulen „eh nur Plus und Minus gerechnet wird“ und das Studium kürzer sei als in anderen Lehrämtern, machten sie sich ausdrücklich nicht zu eigen. „Das Ganze ist für uns eine Frage der finanziellen Ressourcen und der Schwerpunktsetzung in der Bildungsplanung“, entgegnete MdL Müller. Der finanzielle Mehraufwand bei Erfüllung der GEW-Forderung betrage jährlich 70 Millionen Euro. Das gebe die Haushaltslage nicht her. „Unsere Priorität besteht darin, dass wir hunderte zusätzliche Stellen für den Mehrbedarf an Sozialarbeit an Schulen schaffen und die Schulleitungen bei Verwaltungsarbeiten personell unterstützen“, positionierten sich die beiden CDU-Abgeordneten.

„Wertschätzung hat natürlich mit angemessener Entlohnung zu tun, das sollten Sie als die Spielregeln des Kapitalismus bejahende Partei doch wissen“, wurde Müller und Steinraths entgegnet. „Wir Grundschullehrerinnen sind ‚Mutterkühe‘, wir geben in unserem Job alles, müssen aber auf die Bremse treten, um nicht krank zu werden“, warf eine Lehrerin aus Leun ein.

„Die Dringlichkeit der Probleme ist bei der Politik offenbar noch nicht angekommen. Die Zahl verhaltensauffälliger Grundschüler hat rapide zugenommen. Es wird erwartet, dass fehlende Erziehung im Elternhaus von uns zusätzlich zur Wissensvermittlung gestemmt wird. Der Papierkram ist überbordend, wir führen mit den Eltern Lernstandsgespräche, die oft eine Stunde dauern. Inklusion funktioniert überwiegend nicht, es mangelt in den Schulen an Sauberkeit und Hygiene. Die Putzdienste wurden outgesourced, Rückmeldungen laufen ins Leere“, monierten die Lehrkräfte.

Ein von Kultusminister Lorz (CDU) an den Grundschulen verteilter Brief mit der Bitte, die Landesbediensteten in Teilzeit möchten doch die Zahl der erteilten Wochenstunden erhöhen, um eine volle Unterrichtsabdeckung zu gewährleiten, wird von GEW-Mitglied Heike Köndgen (Grundschule Steindorf-Albshausen) als zynisch empfunden: „Wir entlasten uns selbst durch Teilzeit, um dem gewachsenen Druck nachkommen zu können. Das hat zur Konsequenz, dass uns das später bei der Rente fehlt. A13 für alle würde das abfedern.“

Eine symbolische Berechnung ihrer Benachteiligung bei der Besoldung hatte die Gewerkschaftsdelegation auch dabei: Ähnlich dem „National Overshoot-Day“ beim Ressourcenverbrauch wurde der 13. November als „erster Tag im Jahr 2019 mit unbezahlter Arbeit“ ermittelt. Frank Steinraths ist Mitglied des kulturpolitischen Ausschusses des hessischen Landtages. Er versprach, dort und in den Parteigremien die vorgetragenen Argumente anzuführen. Auch stehe er für weitere Gespräche und landespolitische Initiativen zur Verbesserung der Situation an den Schulen zur Verfügung.

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Aktuelles
news-229 Thu, 07 Nov 2019 13:08:02 +0100 Lebensarbeitszeitkonto und die Pflichtstunden-VO https://www.gew-dill.de/home/details/229-lebensarbeitszeitkonto-und-die-pflichtstunden-vo/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9d26d03f5093025858cdbcdd78383473 Montag, 2. Dezember 2019, Dillenburg Lehrkräfte, Schulpersonalräte und Schulleitungen im Schulamtsbereich Dill 15 bis 17 Uhr | Gewerbliche Schulen des LDK
Raum A001 | Herwigstraße 32, 35683 Dillenburg

Referent: Reinhard Besse

Anfahrt unter www.gs-ldk.de

Wir haben es alle und es betrifft jede und jeden von uns ...

Vor über einem Jahr wurden die neuen Richtlinien zum Lebensarbeitszeitkonto (LAZK) im Amtsblatt 06/2018 veröffentlicht. Es wurden die Änderungen der Pflichtstundenverordnung zum 1. August 2017 und weitere Veränderungen aufgenommen. Noch immer und immer wieder ergeben sich Fragen und ein großer Orientierungsbedarf zu den Grundsätzen und zum Umgang mit dem LAZK. Auf Anregung etlicher Lehrkräfte und Personalräte laden wir daher gerne ein zur Informationsveranstaltung.

Flyer

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Aktuelles
news-227 Mon, 04 Nov 2019 16:55:03 +0100 Kolleg*innen am Limit https://www.gew-dill.de/home/details/227-kolleg-innen-am-limit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5e58f3b0b6d7b3a5d3395cf266a5ea60 Überlastungsanzeigen im hessischen Schulbereich Aus: GEW regional September 2019 Viele Lehrerinnen und Lehrer beklagen eine stetige Zunahme ihrer Aufgaben bei gleichzeitiger Verschlechterung der Bedingungen an ihrem Arbeitsplatz Schule. Die Hauptbelastungsfaktoren dabei sind: der adäquate Umgang mit „herausfordernden Schülerinnen und Schülern“, die Klassenstärke, nachlassende Unterstützung durch die Eltern, die hohe Zahl an Pflichtstunden sowie die überbordenden
Aufgaben im Schulverwaltungsbereich.

Jüngste Studien zur Arbeitszeit von Lehrkräften belegen eindeutig, dass die gestellten Aufgaben nicht im Rahmen der vorgesehenen Arbeitszeit geleistet werden können. Weitgehend ausufernde Arbeitszeiten auch am Abend, an den Wochenenden und in den Schulferien sind längst die Regel. Die allgemeine Ausweitung von Aufgaben und Verpflichtungen führt zwangsläufig zu einer Zunahme von Konferenzen, Dienstversammlungen bis hin zu Auswüchsen wie unrechtmäßigen „Präsenzzeiten“. In den zurückliegenden Jahren haben in ganz Hessen zahlreiche Lehrkräfte und ganze Schulkollegien Überlastungsanzeigen beim Kultusministerium eingereicht. Die gesetzliche Grundlage hierfür ist das Arbeitsschutzgesetz. Danach sind Beschäftigte verpflichtet, dem Arbeitgeber eine unmittelbare erhebliche Gefahr zu melden, welche die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten gefährdet. Die Beschäftigten sind in diesem Zusammenhang auch berechtigt, dem Arbeitgeber Vorschläge zu allen Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes zu machen.

Die Überlastungsanzeigen im hessischen Schulbereich sind genau wie Resolutionen, offene Briefe und Petitionen in der Presse und auch im Landtag immer wieder als Thema aufgegriffen worden. Das HKM hat auf die Überlastungsanzeigen der Kollegien weder mit angemessenen Maßnahmen noch mit einem breit angelegten Dialogangebot reagiert, um auszuloten, wie die geschilderten Missstände zumindest in der langen Frist behoben werden könnten. Häufig gab es nicht einmal eine Empfangsbestätigung, mit der Antwort wurden die Schulämter betraut. Darum haben die im GPRLL vertretenen Kreisverbände der GEW (Dill, Limburg, Oberlahn, Wetzlar) eine entsprechende Resolution, die von Grundschulkollegien des Schulamtsbereichs unterstützt wurde, an den Kultusminister Lorz übermittelt. Folgender Satz aus einer Überlastungsanzeige würde als resümierender Schluss unter jede andere Überlastungsanzeige passen:

„Aber nun ist es soweit, dass wir sowie alle anderen schulischen Mitarbeiter, wie Sekretärinnen, Schulsozialarbeiter und Hausmeister an unsere Grenzen stoßen: Die zum Wohl der Schülerinnen und Schüler getroffenen Maßnahmen belasten letztlich uns alle, denn sie bedeuten immer mehr und mehr Arbeit.“

Unabdingbare Maßnahmen, um gesundheitsförderlichen und modernen pädagogischen Ansprüchen genügende Arbeitsbedingungen herzustellen, sind aus unserer Sicht:

  • Reduzierung der Arbeitszeit
  • mehr Entlastung für Mentorentätigkeit und Koordinierungsaufgaben
  • kleinere Lerngruppen
  • deutliche Erhöhung der Stellenzuweisung insbesondere für echte Ganztagsschulen sowie für besonders belastete Schulen
  • mindestens eine sozialpädagogische Fachkraft sowie eine Förderschullehrkraft pro drei Klassen im Rahmen der Inklusion.
  • Entlastung für Elternarbeit und die Mitarbeit in multiprofessionellen Teams
  • Reduzierung der Belastung durch bürokratisch-administrative Aufgaben
  • Etablierung eines echten Unterstützungssystems für Lehrkräfte mit hochwertigen Fort- und Weiterbildungsangeboten

Unabdingbar und längst überfällig ist in unseren Augen auch eine durchgängige A13-Besoldung für alle Grundschullehrkräfte. Die wirksame Anerkennung der Leistungen und die Attraktivität des  Lehrberufs stehen hier auf dem Spiel. Geradezu zynisch wirken dazu die jüngsten Worte des Kultusministers: „Wir beobachten die Lage auf dem Arbeitsmarkt und das Verhalten anderer Länder. Wir reden […] vom Gegenwert von etwa 1500 Lehrerstellen. Es stellt sich also die Frage, ob man das Geld in eine Besoldungsanhebung investiert oder in zusätzliche Lehrerstellen.“ (Dill-Post vom 15.08.2019)

Wir erwarten die versprochene „Entlastung für Schulen und Lehrkräfte“ aus dem Koalitionsvertrag und fordern sowohl substanzielle Maßnahmen als auch A13 für Alle!

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Aktuelles
news-223 Mon, 23 Sep 2019 15:40:00 +0200 Fridays for Future https://www.gew-dill.de/home/details/223-fridays-for-future/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=07cb77a46570a05af35108035a30ba85 Thema ohne Redaktionsschluss Aus: GEW regional September 2019 Der Cartoon von Thomas Plaßmann datiert auf eine Veröffentlichung der GEW im Jahr 2007. Die Aktualität ist nicht nur verblüffend, sondern ebenso beschämend. Die GEW Hessen begrüßt das Engagement der Schülerinnen und Schüler für den Schutz des Klimas im Rahmen der Bewegung „Fridays for Future“.

Die Diskussion über Sanktio-nen gegen Demonstrationen während der Unterrichtszeit soll vom eigentlichen Anliegen der Schü-lerinnen und Schüler ablenken. Stattdessen sollten die Beschäftigung mit dieser Bewegung und vor allem der Klimaschutz selbst zum Unterrichtsgegenstand werden. Im Rahmen der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gibt es mehr als genug Ansatzpunkte dafür. Die Forderung nach einem wirksamen Klimaschutz stimmt nicht nur mit den Analysen und Empfehlungen der Klimawissenschaft überein, sie entspricht auch dem vom Hessischen Schulgesetz formulierten Bildungs- und Erziehungsauftrag: Die Schule soll dem Schulgesetz zufolge die Schülerinnen und Schüler befähigen, „die Auswirkungen des eigenen und gesellschaftlichen Handelns auf die natürliche Lebensgrundlage zu erkennen und die Notwendigkeit einzusehen, diese Lebensgrundlage für die folgenden Generatio-nen zu erhalten, um der gemeinsamen Verantwortung dafür gerecht werden zu können“ (Art. 2 Abs. 2 Nr. 8 HSchG). Am 20.9.2019 findet der dritte globale Klimastreik statt (zentrale Veranstaltungen u.a. in Gie-ßen, Frankfurt, Marburg). Weltweit werden Men-schen auf die Straße gehen und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Von den politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen erwarten wir, dass die Anliegen der Schülerinnen und Schüler ernsthaft aufgegriffen und in politische Maßnahmen und konkretes Handeln umgesetzt werden.

Maike Wiedwald/Folker Albrecht, GEW Hessen

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Aktuelles
news-222 Thu, 19 Sep 2019 15:25:00 +0200 Neues aus dem Amt https://www.gew-dill.de/home/details/222-neues-aus-dem-amt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ac931cc56bf9b27d0e41973e7c792ede Aus: GEW regional September 2019 Dezernent*innen kommen und gehen

Das Jahr 2018 war von einem häufigen Wechsel der Zuständigkeiten innerhalb des Schulamts geprägt. Manche der 155 Schulen hatten es in einem Zeitraum von fünf Monaten mit vier wechselnden Partner*innen zu tun. Auch wenn der Einsatz der kommissarischen Dezernent*innen hoch war und hier und da im Einzelfall für lange Zeit ungeübte Kommunikationstechniken und vertrauensbildende Maßnahmen neu Einzug hielten oder fortgesetzt werden konnten, erleichtert ein häufiger Wechsel nicht unbedingt die Schulentwicklung. Bis zum Februar 2019 erfolgte im Schulamt eine umfassende Neu- und Umstrukturierung und damit auch Konsolidierung der Aufgaben und Zuständigkeiten, die schließlich am 1.2. ihr quasiöffentliches Coming-Out hatte.

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Aktuelles
news-224 Tue, 03 Sep 2019 16:03:00 +0200 Interessant zu wissen! https://www.gew-dill.de/home/details/224-interessant-zu-wissen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0724df7ca6e2224f6aa008377366c4d8 Das Staatliche Schulamt Aus: GEW regional September 2019 Das Staatliche Schulamt für den Lahn-Dill-Kreis und den Landkreis Limburg-Weilburg ist ein sogenanntes Flächenschulamt und eins von fünfzehn in Hessen. Es umfasst den Landkreis Limburg-Weilburg mit ca. 170.000 Einwohnern und den Lahn-Dill-Kreis mit ca. 250.000 Einwohnern.

Die nördlichste Schule ist die Grundschule Mandeln, die südlichste Schule die Grundschule Würges. Die Luftlinie zwischen den beiden Orten beträgt ca. 63 km. Die kürzeste Autostrecke beträgt ca. 92 km.

Schulen und Schulformen

Das Schulangebot des Schulträgers Lahn-Dill-Kreis umfasst

  • 65 Grundschulen
  • 2 Mittelstufenschulen
  • 5 Kooperative Gesamtschulen bis zur Klasse 10
  • 6 Integrierte Gesamtschulen
  • 1 Kooperative Gesamtschule mit Gymnasialer Oberstufe
  • 2 grundständige Gymnasien ab Klasse 5 mit Gymnasialer Oberstufe
  • 1 Oberstufengymnasium
  • 5 Förderschulen
  • 5 Berufliche Schulen

Das Schulangebot des Schulträgers Landkreis Limburg-Weilburg umfasst

  • 27 Grundschulen
  • 3 Mittelstufenschulen
  • 9 Haupt- u. Realschulen
  • 3 Kooperative Gesamtschulen bis zur Klasse 10
  • 2 Integrierte Gesamtschulen bis zur Klasse 10
  • 3 grundständige Gymnasien ab Klasse 5 mit Gymnasialer Oberstufe
  • 5 Förderschulen
  • 5 Berufliche Schulen

Das schulische Angebot im Lahn-Dill-Kreis und dem Landkreis Limburg-Weilburg wird durch

  • 3 Schulen in privater Trägerschaft (die Marienschule in Limburg, die Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Schule in Wetzlar und die Peter-Härtling-Schule in Wetzlar) ergänzt.

Das Land Hessen ist zudem Schulträger der Staatlichen Fachschule Weilburg-Hadamar, der Staatlichen Technikakademie Alsfeld und der Zeichenakademie Hanau. Alle drei Schulen sind verwaltungstechnisch dem Staatlichen Schulamt Weilburg zugeordnet.

In der Summe sind das 155 Schulen, die dem Staatlichen Schulamt untergeordnet sind. Im Übrigen werden diese Schulen auch von den 19 Mitgliedern des Gesamtpersonalrates betreut.

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news-226 Thu, 22 Aug 2019 16:47:00 +0200 Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte https://www.gew-dill.de/home/details/226-unterstuetzung-durch-sozialpaedagogische-fachkraefte/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f76ee2ba3d20d7c8e6b4b43a8dc39524 UBUS Aus: GEW regional September 2019 Inzwischen haben an vielen Schulen sozialpädagogische Fachkräfte ihre Arbeit aufgenommen, die die Arbeit der Lehrkräfte „unterrichtsbegleitend“ unterstützen sollen. Aufgaben und Arbeitsbedingungen sind im Erlass des Kultusministeriums zur „Umsetzung der unterrichtsbegleitenden Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte“ (UBUS-Erlass) geregelt.

kultusministerium.hessen.de/lehrkraefte/ubusunterrichtsbegleitende-unterstuetzung-durchsozialpaedagogische-fachkraefte

Alle UBUS-Kräfte erhielten unbefristete Arbeitsverträge. Leider sind es in den meisten Schulen keine vollen Stellen. Der GEW-Bezirksverband Mittelhessen hat in den letzten Monaten regionale Veranstaltungen für UBUS-Kräfte durchgeführt, die erfreulicherweise sehr gut besucht waren. Dort wurden viele Fragen beantwortet und Unklarheiten ausgeräumt:

  • Die UBUS-Kräfte dürfen ausschließlich für die im Erlass beschriebenen sozialpädagogischen Aufgaben eingesetzt werden und nicht, um Lücken bei der Unterrichtsversorgung zu stopfen.
  • Die UBUS-Kräfte übernehmen ausdrücklich nicht die Aufgaben der Schulsozialarbeit. Deshalb darf es auch nicht sein, dass dort, wo UBUS-Kräfte eingestellt werden, Stellen für die Schulsozialarbeit eingespart werden.
  • Genau zu beachten sind auch die Regelungen zur Arbeitszeit. Für Schulleitungen und Personalräte sind sie „gewöhnungsbedürftig“, denn die UBUS-Kräfte sind keine Lehrer*innen und unterliegen deshalb nicht der Pflichtstundenverordnung. Grundlage ist die tarifliche 40-Stundenwoche. Durch die Vorarbeit der Ferien beträgt die Arbeitszeit in den Unterrichtswochen 42,5 Stunden. Die Dokumentation der Arbeit, die Verteilung auf die Zeit mit Schüler*innen (2/3) und auf Vor- und Nachbereitung und sonstige Aufgaben (1/3), die Einarbeitung der Ferien und der Ausgleich von Mehrarbeit sind im Erlass klar geregelt. Diese Festlegungen sind in der Arbeit der sozialpädagogischen Fachkräfte in Förderschulen lange erprobt.
  • UBUS-Kräfte gehören zum Kollegium und sind auf Konferenzen gleichberechtigte Mitglieder. Sie unterliegen der Dienstordnung und sind bei Personalratswahlen  wahlberechtigt und wählbar.

UBUS-Kräfte erhalten einen Arbeitsvertrag im Rahmen des Tarifvertrags Hessen (TV-H). Die Eingruppierung erfolgt in entsprechender Anwendung des hessischen Eingruppierungserlasses für angestellte Lehrkräfte und nach TV-H. Problematischer ist die Einstufung der UBUS-Kräfte in Erfahrungsstufen. Hierbei finden nur die im Vorfeld geleisteten
Tätigkeiten Berücksichtigung, die in direktem Zusammenhang mit einer schulischen Tätigkeit stehen. In der Realität sieht das so aus, dass einige Bewerber*innen den angebotenen Vertrag nicht angenommen haben, da vorherige Tätigkeiten nicht angerechnet wurden und ihr Entgelt wesentlich geringer ausfallen sollte als bei ihrer bisherigen Tätigkeit. Die UBUS-Stelle war für sie somit unattraktiv.

Bei der Festsetzung der Entgeltgruppe und der Entgeltstufe hat der Schulpersonalrat ein Mitbestimmungsrecht (§ 77 HPVG). UBUS-Kräfte, die Mitglieder der GEW sind oder dies werden, können sich bei der GEW in Fragen der Eingruppierung, der Einstufung und des Arbeitsrechts kostenlos beraten lassen. Darüber hinaus finden weiterhin regelmäßig von der GEW organisierte Treffen für UBUS-Kräfte, Personalräte und Schulleitungen statt, bei denen ohne Vorbehalt alle aktuellen Themen und Probleme besprochen werden können: Fühlen Sie sich
herzlich eingeladen! (Quelle: GEW Hessen)

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